Alexander Freier-Weinterwerb spricht auf einer Kundgebung zur Offenhaltung und Sicherung der Görlitzer Bahn-Brücken.

Görlitzer Bahndamm muss offen bleiben: SPD Treptow-Köpenick fordert Sanierung statt Sperrung

Wichtige Verbindung zwischen Alt-Treptow und Kreuzberg sichern

Der Kreisvorstand der SPD Treptow-Köpenick hat sich mit einem einstimmigen Beschluss für den Erhalt und die Offenhaltung des Görlitzer Bahndamms ausgesprochen. Die Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten wenden sich damit gegen eine drohende Sperrung der wichtigen Fuß- und Radwegeverbindung zwischen Alt-Treptow und Kreuzberg.

Der Görlitzer Bahndamm verbindet seit Jahrzehnten Menschen, Kieze und Bezirke. Für viele Anwohnerinnen und Anwohner ist er täglicher Schul-, Arbeits- und Freizeitweg. Gleichzeitig stellt er einen wichtigen Grün- und Erholungsraum in einem dicht bebauten Stadtgebiet dar.

Aus Sicht der SPD Treptow-Köpenick darf eine notwendige Sanierung der Infrastruktur nicht dazu führen, dass die Verbindung dauerhaft aufgegeben wird. Statt einer Sperrung fordert der Kreisvorstand eine tragfähige Übergangslösung, die die öffentliche Nutzung des Bahndamms auch über den derzeit diskutierten Stichtag hinaus ermöglicht.

„Öffentlicher Raum darf nicht einfach verschwinden, weil Zuständigkeiten ungeklärt oder Finanzierungsfragen offen sind. Der Görlitzer Bahndamm muss gesichert, saniert und erhalten werden“, heißt es aus dem Kreisvorstand.

Die SPD sieht dabei insbesondere das Land Berlin und die Deutsche Bahn in der Verantwortung. Der Bahndamm sei weit mehr als eine lokale Wegeverbindung: Er habe Bedeutung für den Fuß- und Radverkehr, die Naherholung, den Klimaschutz und die Stadtentwicklung insgesamt. Deshalb müsse die Offenhaltung und Sanierung als gesamtstädtische Aufgabe verstanden werden.

Der Beschluss fordert außerdem eine frühzeitige Beteiligung von Anwohnerinnen und Anwohnern, Initiativen sowie Verbänden des Fuß- und Radverkehrs. Ziel sei eine langfristige Lösung, die Sicherheit, Mobilität und Aufenthaltsqualität gleichermaßen gewährleistet.

Mit seinem Beschluss sendet der Kreisvorstand ein deutliches Signal: Treptow-Köpenick braucht mehr Verbindungen statt neuer Barrieren. Der Görlitzer Bahndamm soll auch künftig ein offener und lebendiger Teil der Stadt bleiben.