01.04.2014 in Stadtentwicklung

Neuer Wohnraum für Berlin und Altglienicke

 

„Berlin braucht mehr Wohnungen“ so lautet das Credo der Berliner Stadtentwicklungspolitik von Senator Michael Müller (SPD). Es sollen jährlich 11.500 Wohnungen bis 2020 entstehen und anschließend 6.000 Wohnungen pro Jahr, so sieht es der Stadtentwicklungsplan Wohnen vor, mit dem Flächen für 122.000 neue Wohnungen bis 2025 sichergestellt werden sollen. Die bezirklichen Bauämter kommen fast gar nicht mit den Genehmigungen für Wohnungsneubauten hinterher. Allein 2013 wurden für rund 12.500 neue Wohnungen, knapp ein Drittel mehr als ein Jahr zuvor, Genehmigungen ausgesprochen. Das ist der höchste Stand seit 15 Jahren. Auf die Bezirke Pankow, Treptow-Köpenick und Lichtenberg entfiel dabei die Hälfte des Berliner Wohnungsbaus. Und so ist es nicht verwunderlich, dass auch in Altglienicke neue Wohnungen entstehen, insgesamt sollen bis 2020 rund 1.100 neue Wohneinheiten gebaut werden. Die Wohnungsgesellschaft degewo baut aktuell an der Ewaldstraße/ Ecke Bohnsdorfer Weg den so genannten „Ewaldriegel“ mit 32 neuen Mietwohnungen. Mit einer Gesamtinvestitionssumme von 3,6 Millionen Euro entstehen bis Frühjahr 2015 drei KfW-70-Effizienzhäuser mit 1,5- bis 5-Raumwohnungen.

Aber auch beim geplanten Einkaufszentrum an der Siriusstraße geht es langsam, aber sicher voran. Der Investor, die DOMOS GmbH,  hat nach einer langen Diskussion dem Durchführungsvertrag seine Zustimmung erteilt. Obwohl der städtebauliche Rahmenvertrag schon 2011 unterschrieben worden war, gab es zahlreiche Änderungen, die zu der Verzögerung führte. Das Bezirksamt hat im Interesse der Umsetzung des Vorhabens weitere Zugeständnisse gemacht, aber die notwendigen Regelungen zur Sicherung der Verträglichkeit des Vorhabens, z.B. beim Lärmschutz bewahrt. Nun sind die Voraussetzungen gegeben, den Bebauungsplan rechtsverbindlich zu machen. Das bereits beantragte Bauvorhaben kann dann genehmigt und schließlich realisiert werden.