11.05.2020 in Allgemein

Solidarität mit Pflegekräften und Menschen in Pflege - Eine Aktion von Frauen in der SPD Treptow-Köpenick

 

In Krisenzeiten zeigt sich, dass unsere Gesellschaft trotz Abstandsregeln und Isolationsmaßnahmen zusammenhalten muss. Wir brauchen dafür eine lebendige Zivilgesellschaft. Deshalb wollen wir auch dort hinschauen, wo Menschen besonders belastet sind. Einer der Bereiche, die besonders von den gegenwärtigen Einschränkungen des öffentlichen Lebens betroffen sind, sind die Pflegeeinrichtungen im Bezirk. Neben der Aufgabe, die Bewohner*innen zu pflegen und als Pflegekraft selbst gesund und Corona-frei zu bleiben, stehen sie vor der Herausforderung die Isolation der Bewohner*innen abzufedern.

Den Mitarbeitenden von Pflegeeinrichtungen wollen wir etwas von der Zuwendung, die sie tagtäglich den Bewohner*innen zu teil werden, zurückgeben und ihnen damit mit kleinen Aufmerksamkeiten versichern, dass wir sie und ihre Bedürfnisse im Blick haben und uns für ihre Anliegen auch politisch stark machen werden. So haben wir mit Unterstützung von Mitgliedern der SPD Arbeitsgemeinschaft von Senior*innen, der SPD Jugendorganisation sowie Frauen- und Jugendprojekte aus dem Bezirk, u.a. Schutzhülle e.V. und Technischer Jugendbildungsverein in Praxis e.V., 200 Solidaritätspäckchen mit Mund-Nasen-Schutz-Masken, Flüssigseife, handgefertigte Keramikherzen und selbstgebastelten Karten fertiggestellt. Dafür kamen insgesamt Spenden von über 300 EUR sowie über 170 Masken zusammen. Über 50 Frauen aus den Projekten haben liebevoll Handarbeiten angefertigt und dabei verschiedenste Techniken verwendet, von Fadengrafik, Malerei mit Bügeleisen und Wachsmalstiften, Aquarelle bis hin zu Flechtgentechnik mit Papier und gestickten Karten. Mit viel Frauenpower wurden letztlich die Päckchen vorbereitet. Erste davon wurden bereits an einem mobilen Pflegedienst für das Pflegepersonal ausgehändigt. Die Verteilung der restlichen Päckchen erfolgt in dieser Woche. 

Wir wünschen allen Pflegekräften im Namen aller Beteiligten viel Kraft und Durchhaltevermögen durch diese herausfordernde Zeiten! Bleiben Sie gesund! 

ASF Treptow-Köpenick

08.05.2020 in Allgemein

8. Mai 2020: 75. Jahrestag der Befreiung

 

Vor 75 Jahren endete der Zweite Weltkrieg. Ein Krieg, der Millionen Menschen das Leben kostete. Mit dem Weltkriegsende verbunden war die Befreiung Deutschlands und zahlreicher besetzter Gebiete von der Diktatur der Nationalsozialisten. Dieser Rassenwahn forderte millionenfache Opfer, unter ihnen rund 6 Millionen Jüdinnen und Juden. Wir gedenken aller Opfer dieses sinnlosen, barbarischen Mordens und Tötens.

Dieser Tag muss in ganz Deutschland ein „Feiertag“ sein. Um zu Gedenken, zu erinnern, zu erzählen, was während des Zweiten Weltkriegs geschah. Wir sind dafür verantwortlich, dass diese Gräueltaten niemals ins Vergessenheit geraten und sich niemals wiederholen!

06.05.2020 in Allgemein

Informationen zum 1. Mai

 

Da wir in diesem Jahr den 1. Mai nicht mit euch gemeinsam feiern konnten, wollen wir die Gelegenheit nutzen euch diverse Informationen rund um das Thema 1. Mai und Arbeit(-erbewegung) zur Verfügung zu stellen. 

 

Geschichte des 1. Mai´s 

Warum ist eigentlich ausgerechnet der 1. Mai zum Tag der Arbeit gekürt worden? Wann wurde dieser zum ersten Mal begangen? Und wann und wie kam dieser nach Deutschland? Spoiler: Der 1. Mai was „born in the USA“...

Lest die gesamte Geschichte des 1. Mai als Arbeitskampftag auf der Website des DGB nach:

Im Jahre 1890 begingen erstmals Millionen arbeitender Menschen in Europa und in den USA gleichzeitig den »Weltfeiertag der Arbeit«. Um sozialen Ausgleich und Deeskalation des Klassenkonflikts bemüht wurde der 1. Mai 1900 als bezahlter - zunächst halber - Feiertag einführt.

https://www.dgb.de/themen/++co++d199d80c-1291-11df-40df-00093d10fae2?fbclid=IwAR0XLIxxOPxnCILgTsZwH2ch_Rjm_gewTbKTKrFz0Kl690os3Y-fplCKpsc

 

Der vorwärts vor 100 Jahren: „Die Auferstehung des 1. Mai“

Der 1. Mai 1920 war ein sehr besonderer: Es war der erste Arbeitskampftag nach der Unterzeichnung des Versailler Vertrags 1919 und der zweite in der noch jungen Weimarer Republik. Lasst uns auf eine kleine Zeitreise gehen und zusammen die Ausgabe des Vorwärts vom 1. Mai 1920 lesen (Achtung: Frakturschrift!).

„Zum ersten Mal nach der Unterzeichnung des Friedens, zum zweiten Mal seit der Begründung der Deutschen Republik begeht das Arbeitsvolk seinen Maitag. ...“

http://fes.imageware.de/fes/web/index.html?open=VW37204&fbclid=IwAR2o8MgSc5XGdJMck10Xn1bQvaQzfaXKAgkuE2Sld120-z3K6DJZf5GCL58

 

Gewerkschafter*innen und ihre Erinnerungen

Im Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung könnt ihr eine Sammlung mit mündlichen Überlieferungen von Gewerkschafterinnen und Gewerkschaftern als Videos einsehen. Mit diesen Interviews werden Erinnerungen einer wichtigen gesellschaftspolitischen Gruppe gesichert und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt, die ansonsten weniger Selbstzeugnisse (wie beispielsweise Autobiografien) hinterlässt als vergleichbare Akteure. Die Gesprächspartner*innen erzählen davon, wie sie zur Gewerkschaft gekommen sind, was sie motiviert hat und über die Kämpfe, die sie ausgefochten haben.

http://www.zeitzeugen.fes.de/?fbclid=IwAR3RVTKj_3kA90Xf3qfwvHc5s2LeWn0HFzUYiEw_rTGt3q_Q0ch_KmIjmRs

 

"Vergessene Frauen – Vertrags- und Gastarbeiterinnen heute", Reportage des rbb Fernsehen vom 21. März 2020

Über ein Drittel der Vertrags- und Gastarbeiter*innen die nach Deutschland kamen, sind Frauen. So wie Thu Fandrich, die gegen ihren Willen aus Vietnam hergeschickt wurde, und Gül Ataseven-Özen, die als junge Frau allein aus der Türkei kam. Sie leben noch immer in Deutschland und erzählen in diesem Film über ihr (Arbeits-)Leben in Deutschland, weg vom Fließband hin zur (erzwungenen) Selbstständigkeit oder zur Tätigkeit als Erzieherin.

Der Film widmet sich einer oft vernachlässigten Perspektive, wenn es um die Geschichte der Arbeit im Nachkriegsdeutschland – Ost wie West – geht. Diese Reportage durchbricht die konventionelle Perspektive: Zwei migrantische Frauen erzählen, wie durch ihre Arbeit, ihre Kultur, ihren Einsatz dazu beigetragen haben, Deutschland zu dem Land zu machen, das es heute ist.

https://www.rbb-online.de/unserleben/reportagen/vergessene-frauen---vertrags--und-gastarbeiterinnen-heute.html?fbclid=IwAR2yTBOTkRtSRT6lYOY1_i7zNnSl3zA7WP85dNhdXr7Rk8nweDBX31hGBOM

 

„Samstags gehört Vati mir“, Werbefilm des Deutschen Gewerkschaftsbundes ( DGB Bundesvorstand) von 1956

Unter dem Slogan "Samstags gehört Vati mir" fordern die Gewerkschaften ab 1956 die 40- Stunden- und 5-Tage-Arbeitswoche. Diese wird in den meisten Wirtschaftsbereichen in den 1960er Jahren eingeführt.
Auch, wenn dies damals ein sehr fortschrittliches Vorhaben war. Schüttelt man heute eher den Kopf angesichts des veralteten Frauen- und Familienbildes, das durch den Slogan und das Video vermittelt wird: Der Vati ist NUR samstags da und die Mutti die restlichen Tage...

https://www.hdg.de/lemo/kapitel/geteiltes-deutschland-gruenderjahre/wirtschaft-und-gesellschaft-im-westen/mitbestimmung-und-tarifautonomie.html?fbclid=IwAR2IIijjxkE7ellwbH6gqmHYioBsUuQ3519GAqfIf48mKU1hM5CiQygnnoo

 

Die Infografiken der Hans-Böckler-Stiftung

Die Hans-Böckler-Stiftung trägt mit ihrer Forschung und ihren zahlreichen Studien unermüdlich dazu bei, unser modernes Arbeitsleben besser zu verstehen. Schaut auch die Infografiken auf ihrer Website an, um zu erfahren, wie sich die Coronakrise auf unsere Wirtschaft auswirkt, wie es um die Aufstockung der Kurzarbeitgelder steht und welche Lohnlücken auch noch heute zwischen Männern und Frauen* bestehen.

https://www.boeckler.de/de/infografik-15401.htm?fbclid=IwAR12Jsoy5GpzoaSRNYhnMnonKtpA6hNcM8rWFX1Z2-V7neM6gsKO_jm-ByA

 

Stummfilmklassier "Modern Times"


Den Stummfilmklassiker „Modern Times“ von und mit Charlie Chaplin (1936) gibt es vollständig hier zu sehen. Der Tramp, gespielt von Chaplin Charlie, arbeitet in einer Fabrik im Akkord am Fließband, wo ihm die monotone Tätigkeit immer weiter zusetzt. Schließlich kann er gar nicht mehr zwischen Fließbandarbeit und sonstigem Leben unterscheiden und will sämtliche Gegenstände und Menschen in seiner Umgebung „verschrauben“. Nach seiner Kündigung gerät er immer wieder in Situationen, in denen er zum Arbeiterführer wider Willen wird...

Der Journalist der FAZ.NET - Frankfurter Allgemeine Zeitung Andreas Platthaus hierzu:
„[Es ist] nicht das ikonische Bild vom Arbeiter im Räderwerk des Kapitalismus, das „Moderne Zeiten“ heute noch bemerkenswert macht, sondern jene grandiose Szene, in welcher der stets hilfsbereite Fabrikarbeiter einen von einem Lastwagen gefallenen roten Wimpel aufhebt - und hinter dem verzweifelt dem Lastwagen nachwinkenden Chaplin plötzlich eine Demonstration um die Ecke biegt und den Unbedarften fest in ihre Reihen schließt.
Durch Unschuld, nicht Berechnung wird man zum Führer einer sozialen Bewegung [...].“

https://www.youtube.com/watch?v=HAPilyrEzC4&fbclid=IwAR3o_zAP6CvSYkafj90qaq7SWs1Mdp2iylJdHuypoBZ3HNlRmkjlK-ovxgQ